Fair teilen statt sozial spalten – Nachhaltig leben und arbeiten

BVT_Brot

Sehen: Wie die Welt sich weiter spaltet

Die kapitalistische Wirtschaftsweise ist unfähig, die Grundbedürfnisse aller Menschen zu sichern und die soziale Spaltung zu beseitigen. Der „Raubtierkapitalismus“ beruht auf der „Vernutzung“ von Arbeit und Schöpfung.

Der Klimawandel verschärft die soziale Ungleichheit, denn die reichen Länder als Hauptverursacher stehen bisher unzureichend für die Folgen des Klimawandels ein. In den armen Ländern verfestigen sich so die auch durch den Klimawandel erzeugten und verschärften Ungerechtigkeiten. Hunger und Armut nehmen zu.

Die Nutzung fossiler Brennstoffe ist für den Anstieg der Treibhausgase mitverantwortlich. Die bisherige Wachstumsideologie und der ungezügelte Fortschrittsglaube stoßen an die ökologischen und sozialen Grenzen. Wir wirtschaften, als hätten wir eine „zweite Welt“ zur Verfügung.

Die neoliberale Deregulierungspolitik führt dazu, dass sich Formen der prekären Arbeit und damit das prekäre Leben ausweiten. Solidarische und bewährte Regelungen werden weiter ausgehebelt.

BVT2011

Urteilen: Verantwortung für die Schöpfung in der Tätigkeitsgesellschaft

Eine nachhaltige Entwicklung muss einhergehen mit einer solidarischen und gerechten Organisation menschlicher Arbeit und einer einschneidenden Änderung unseres Wohlstandsmodells. Wir brauchen einen nachhaltigen sozialen und ökologischen Umbau.

Ziel und Leitbild der KAB ist eine solidarische und gerechte Gesellschaft, die wir Tätigkeitsgesellschaft nennen. Alle Formen menschlicher Arbeit (Erwerbsarbeit, gemeinwesenbezogene Arbeit und Privatarbeit) sind gleichwertig und müssen von Entfremdung befreit werden. Menschliche Arbeit ist Teil der Schöpfung. Ihr ist das „Bebauen und Bewahren“ auch für die kommenden Generationen aufgetragen.

Zwischen Frauen und Männer sind alle Formen menschlicher Arbeit gleichermaßen fair und gerecht zu teilen. Die Tätigkeitsgesellschaft setzt auf eine umfassende Verteilungsgerechtigkeit. Dazu bedarf es einer Erneuerung der sozialen Demokratie und der Einführung eine garantierten Grundeinkommen als soziales Menschenrecht.
KAB Windrad

Handeln: Fair teilen statt sozial spalten – Nachhaltig leben und arbeiten.

Wir müssen Politik und Demokratie erneuern und dem Markt Grenzen setzen und diesen demokratisch steuern. Wir setzen uns für eine nachhaltige Entwicklung ein. Notwendig sind eine deutliche Senkung des Ressourcenverbrauchs, das Maßhalten bei der Inanspruchnahme der Schöpfung und eine nachhaltige Wirtschaft. Dies kann u.a. erreicht werden durch eine Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Weltweit brauchen wir eine integrierte Strategie zur Armutsbekämpfung. Entwicklungs- und Klimapolitik müssen dabei Hand in Hand gehen.

Reichtum muss zur Beseitigung der Armut dienen. Die Sozialpflichtigkeit des Eigentums und des Reichtums finden ihren Ausdruck, indem wir den fairen Handel fördern und gerechte Welthandelsstrukturen schaffen. Eine dezentrale, vernetzte Solarwirtschaft weist den Weg in eine nachhaltige Zukunft. Ein nachhaltiger und ressourcenschonender Lebensstil zeigt unsere Verantwortung für kommende Generationen. Dieser entwickelt sich in sozialen Netzwerken und bedarf der Einübung auch innerhalb der KAB selbst. Wir fordern eine internationale Ordnung, die den Frieden und soziale Gerechtigkeit sichert und die Schöpfung bewahrt. Der Hauptansatz für ein nachhaltiges Leben ist die Organisation menschlicher Arbeit. Formen der Selbstorganisation sind auszubauen. Arbeit muss menschenwürdig und existenzsichernd sein. Unerlässlich dazu ist ein gesetzlicher Mindestlohn bei uns und in Europa. Wir fordern soziale Sicherheit für alle.

suchen & finden

Grussworte KAB
Hannelore Kraft
Mit dem Leitgedanken Eures Bundesverbandstags und dem Leitantrag „Fair teilen statt sozial spalten – Nachhaltig leben und arbeiten“ greift die KAB wichtige Anliegen der Gegenwart und Zukunft auf... weiter
Sponsoren